Rauchgasanalyse

14.00

RWE-Kraftwerk/Weisweiler (Quelle: Wiegleb, Gasmesstechnik in Theorie und Praxis Springer Vieweg 2016)

Bei der Verbrennung  von Gas, Öl oder Feststoffen (Kohle Holz usw.) entstehen gasförmige Verbrennungsprodukte, die man als Rauchgas, Abgas oder Emission  bezeichnet. Je nach Art des Brennstoffes und der Feuerungseinrichtung ist die Verteilung der gasförmigen Stoffe in dem Rauchgas recht unterschiedlich. Unter energetischen Gesichtspunkten findet eine optimale Verbrennung  bei einem stöchiometrischen Verhältnis  von 1 zwischen dem Brennstoff und der erforderlichen  Luftsauerstoff  statt. In praktischen Ausführungen ist der Wert aber immer etwas größer als 1. Die Verteilung der unerwünschten Schadstoffe hängt dabei stark von diesem sogenannten Lambdawert ab und ist Beispielhaft in der untereren Abbildung zu sehen.

Rauchgas 1             Rauchgas 2

Die Überwachung der Abgase in Verbrennungsprozessen wird daher zum einen aus dem oben erwähnten Effizienzgründen und weiterhin aus den gesetzlich vorgegebenen Grenzwerten abgeleitet. Als überwachungspflichtige Verbrennungsprozesse gelten z.B.:

  • Kraftwerke
  • Müllverbrennungsanlagen
  • Krematorien
  • Erdgasfeuerungen
  • Gasturbinen
  • Hochofengas
  • Ölfeuerungen (auch auf Schiffen)

Insbesondere die Konzentrationswerte von  Stickoxid, Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid müssen bis in den unteren ppm-Bereich nachgewiesen werden. Diese Messungen werden kontinuierlich durchgeführt, so dass man pro Jahr mit einer Betriebsdauer von über 8000 Stunden rechnet. Für diese Spurenanalyse bietet sich der ULTRA.sens und der INFRA.sens an.